Von Akzent-Verwechslungen, Akustikproblemen und unbeschreiblicher Pokalsieg-Atmosphäre (TOP FOUR-Tag 2)

geschrieben von Vanni

Am Sonntag ging das Power-Wochenende auch schon weiter. Es gab schon am Morgen eine kleine Hürde zu meisten, denn nicht nur das Finale stand an, nein, in der Nacht von Samstag zu Sonntag wurden die Uhren um eine Stunde vorgestellt. Somit bin ich vor meinem Wecker aufgewacht, vor lauter Panik mein Handy könnte sich nicht automatisch umgestellt haben.  Nachdem Toni und Isi, die mit mir in einem Zimmer geschlafen haben, nach Uhren gesucht haben die sich vielleicht nicht automatisch umstellen, natürlich erfolglos, sind wir auf den Teletext am Fernseher gestoßen und konnten nun mit weniger Aufregung in den Tag starten.

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Um 9 Uhr ging es dann runter zum Frühstücksbuffet, wo Marie einem Münchener-Fan begegnete und uns gleich im typisch bayrischen Akzent nachmachen musste was er erzählt hat, doch Katja (die ursprünglich aus München kommt) fängt sofort an zu lachen und prustet „du sächselst“. Doch nicht nur die Akzentverwechslung war Gesprächsthema Nummer 1 sondern auch die Blumen auf dem Tisch die täuschend echt aussahen, bis Anni sie wie ein Zaubertrick kopfüber hielt und das Wasser (wie wir später erkannten, das Gel) nicht rausfloss.

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Um 11:45 Uhr war Abfahrt, schnell noch die Zimmer kontrollieren, ob auch nichts vergessen wurde und auf geht es zur ratiopharm Arena. In der Halle angekommen sollten die Mädels nur schnell ihre Sachen ablegen und gleich nach draußen gehen um nochmal alles durch zu Stellen und zu Proben. Damit sie es einfacher haben nachher ihre Kostüme zusammen zu sammeln, sortieren Marry und Ich die diese schon mal vor.

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Bei der Stellprobe ging so einiges schief. Das Timing stimmte an vielen Stellen nicht und die Schritte saßen nicht so gut wie am Vortag. Aber wie sagt man so schön, wenn die Generalprobe schief geht, wird der Auftritt umso besser. Das Spiel, so wie auch die Kabine, teilen sich die Tänzerinnen mit den Ratiopharm Ulm Dancers. Dementsprechend chaotisch sieht die Kabine auch aus. Jeder war müde und gestresst da die Organisation des Ablaufes des Spieles sich ständig änderte. Doch kurz vor Beginn stand alles, die Haare waren fertig und die Mädels sahen toll aus. Ein letzter Taschencheck. Hat jeder seinen Rock eingepackt oder das Unterziehhöschen nicht vergessen. Nein alles ist dabei.

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Der erste Eindruck der Halle hat sich nochmal verändert. Unglaublich die orangekleideten Fans von Ulm wirken wie eine Wand und nur in einer Ecke, die standhaften Albafans, welche sich ein wahnsinns Anfeuerungsduell für Ihre Teams lieferten. Der Pokal wird vorgestellt und die Teams laufen aufs Feld. Die ersten Minuten des Spieles laufen und man erkennt schon jetzt, dass es für Alba kein leichtes Spiel werden wird. Gerade die Ulmer-Fans wissen wie sie ihr Team motivieren können. Schon kam die erste Auszeit, die von Alba genommen wurde und die Fans von Ulm fangen mit lautem Fangesang an, da ihr Team im Moment vorne liegt. Der Gesang ist so laut, dass er die ganze Halle erfüllt, doch das ist ein Riesenproblem für die Mädels auf dem Feld. Sie hören die Musik am Anfang nicht, kommen aber sehr gut wieder rein. Nun heißt es für mich schnell die Tür aufmachen damit die Tänzerinnen aus der Halle laufen können um sich umzuziehen.

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Das Spiel ist ein Hin und Her. Kein Team schenkt dem anderem die Punkte. Erst jubeln die Ulmer-Fans und im nächsten Moment wieder die Albafans. Da wir in der Ecke von den Münchener-Fans standen, wollten diese ab und zu ein Foto mit den Alba Dancers haben. Colle und Jenny nutzten gleich diesen Kontakt um mehr Fans für Alba zu gewinnen, „du bekommst ein Foto wenn du für Alba klatscht :)“.

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Der Halbzeitpfiff ertönt und Alba führt mit einem Punkt. Am liebsten hätte ich es, wenn das Spiel jetzt schon vorbei wäre. Durch die grölenden Fans aus Ulm hat man das Gefühl ständig mit 20 Punkten zurück zu liegen. Für die Mädels heißt es nun wieder in die Kabine zurück und umziehen. Natürlich muss das Spiel und der Auftritt analysiert werden. Die Hauptfrage: „Warum waren die Ulmer-Fans so laut, dass man die Musik nicht mehr hören konnte. Meine Theorie, die Albafahnen mit denen getanzt wurde, haben sie als Angriff gewertet und wollten das Gegenteil beweisen. Annis Theorie hingegen: Da Alba zurück lag und das Timeout nehmen musste, zeigt Schwäche und dies wurde gefeiert. Was sie wirklich dazu gebracht hat werden wir nie erfahren, doch in der nächsten Auszeit, in der die Mädels tanzen, passiert das gleiche nochmal. Problem hierbei, sie kamen gar nicht mehr richtig rein. Ich wusste genau wie sich alle schon auf dem Feld darüber ärgern. Abhaken und weitermachen war jetzt die Devise, dennoch bekommen sie gleich wieder positives Feedback von den Münchener-Fans, wie toll doch alle tanzen und warum sie nicht öfter tanzen, sie wollen mehr sehen.

Das Spiel ist immer noch total spannend, jedoch führen wir nun mit 10 Punkten, der Sieg ist zum Greifen nah. Die letzten Sekunden 3..2..1.. JAAAAAAAA, die Jungs haben tatsächlich den Pokal wieder nach Hause geholt! Ich schummle mich schnell mit der Videokamera, mit der ich mich das ganze Wochenende anfreunden durfte, auf das Parkett  zwischen den ganzen Fotographen. Da das Highlight auf der Kamera natürlich nicht fehlen darf. Wie stolz ich doch auf alle bin. Beim runter Gehen kam mir auch noch prompt der Alba-Trainer entgegen den ich natürlich gleich mit meinen Glückwünschen überhäufte.

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Kaum in der Kabine angekommen, merkt man sofort wie das Wochenende alle geschlaucht hat, alle waren ruhig und genossen den Moment der Stille, nur im Hintergrund hört man die Alba-Fans, die draußen feiern. Als wir alle zum Bus wollten um unsere Sachen reinzuschmeißen, war etwas eigenartig, warum stehen die Fans vor unserem Bus? Der Bus hatte sich in einen Bierstand mit Freibier für alle verwandelt. Sie feiern alle den Sieg, die Albaspieler kamen und alle fangen zu singen an, zu hüpfen und zu grölen. Diese Atmosphäre ist unbeschreiblich, von vielen Fans kamen sogar Glückwünsche und Bewunderung für uns. Wir drehen uns nur von rechts nach links, da immer neue Leute Fotos mit uns machen wollen. Doch das Highlight ist das Foto mit Akeem Vargas, er wollte ein Foto ohne Pokal machen, doch einen Albaspieler ohne Pokal auf dem Bild das geht ja gar nicht und er holte ihn extra für uns.

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Als die Jungs dann losgefahren sind, holten sich noch ein paar Fans ein letztes Bier an unserem Bus und dann geht es auch schon los, zurück in die Hauptstadt. Der Magen von uns allen knurrt und der Busfahrer wird von uns genötigt beim nächsten Mc Donalds zu halten. Um nicht noch später zuhause anzukommen, wurde es eine Powerbestellung, denn gegessen wird im Bus. Natürlich fällt es auf wenn 15 Mädels mit gleichen Klamotten aus dem Bus steigen und Toni wurde prompt gefragt, was wir denn für eine Truppe sind. Mit ihrer Antwort: „Wir sind die Alba Dancers von dem Basketballteam Alba Berlin und sind auch auf Facebook, wenn Sie mehr wissen wollen müssen sie die Seite nur liken“, promotet sie uns gleich und alle fangen an zu lachen. Im Bus angekommen kehrt erst mal Ruhe ein und man hört nur das genüssliche schmatzen und knistern der Tüten. Um 2:15 Uhr kommen wir an der O2 World an und jeder versucht schnell nachhause zu kommen, denn für alle ruft am nächsten Tag wieder die Pflicht.

Vanny

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