Jenny and her Blog, Cindy aus Marzahn und vom „Lagerkolla“ bei olympischen Bedingungen.

Trainingslager 2014 – Unterwegs mit den ALBA Dancers

Freitag, der 17.10.2014, 16:30 Uhr: die unverkennbare Stimme unserer geliebten Trainerin Valle erfüllt die O2 World. „5,6,7,8!…und noch einmal!…Annie! Hör auf die Schultern zu bewegen!“.

Wir sind wieder da! Zurück im ersten Euroleaguespiel der Saison: ALBA Berlin gegen ZSKA Moskau. Doch zu unserem Bedauern, erfuhren wir kurz vor Spielbeginn, dass mit der neuen Saison, neue Regeln einhergehen. Den Einlauf unserer Spieler dürfen wir nun leider nicht mehr begleiten! Doch Kopf hoch, ein breites Lächeln aufsetzen sowie Haare, Make-up und das Röckchen nochmal richten. Das Spiel kann beginnen!

Das erste Timeout ließ nicht lange auf sich warten. Wir stürmten voller Vorfreude auf das Spielfeld. Dann der zweite Schock! Das Licht blieb an. Das hatten wir ganz vergessen. Nach ein paar starren Schrecksekunden und zaghaften Hüftschwüngen, hatten wir uns dann aber wieder gefangen, den richtigen Takt gefunden und pures Salsafeuer auf das Parkett gelegt.

Spiel

Wir haben alles gegeben um unsere Jungs zu unterstützen, doch es war leider vergebens. Wir hatten seit Langem eine Heimniederlage einstecken müssen.

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In der Kabine blieb uns aber nicht lange Zeit zum Trübsal blasen. Wieder ertönte die liebreizende Stimme unserer Trainerin: „Los! Los! Los! Alles zusammen packen und los!“. Es sollte los in unser verlängertes Wochenende gehen. Nicht aber um in der Sonne zu liegen und leckere Cocktails zu schlürfen. Nein! Auf uns warteten qualvolle, schweißtreibende aber auch lustige 4 Tage im Trainingslager in Kienbaum. Und darauf hatten wir richtig Bock!!!

Als wir gegen 00:00 Uhr in Kienbaum ankamen und endlich in unsere Betten fallen durften, konnten wir die nächsten Tage kaum erwarten.

Marie & Vanessa

Samstag…. Der erste Tag im Trainingslager:

6:20 Uhr – Der Wecker klingelt, es ist dunkel und kalt. Nach 5 Stunden Schlaf und der gestrigen Euroleague-Niederlage hat sich unsere Euphorie für‘s Training über Nacht ganz leise davon geschlichen. Aber was soll‘s, winterhart angezogen geht es zur Schwimmhalle.

Wenn man morgens um 7 Uhr eine Schwimmhalle betritt, fühlt man sich bei so viel mentaler Härte schon wie eine kleine Heldin! Doch was mussten wir feststellen? Das Brandenburger Leistungsschwimmteam besteht aus noch viel größeren Helden, denn die waren mal eben schon seit einer halben Stunde im Wasser unterwegs.

Wie dem auch sei, nach dem Umziehen und dem gegenseitigem Begutachten unserer süßen Bikinis steht erst einmal etwas auf dem Programm, das wir wirklich alle gut können: FOTOS machen! 😀

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Als unsere Trainerin Valesca ein Foto geschossen hat, geht es nun ins Wasser. Mittlerweile wieder mit ein wenig Euphorie, denn schließlich ist es nicht mehr lang hin bis zum Frühstück. 😛

Doch vom Essen trennen uns noch 35 Minuten schwimmen.

Nachdem die Zeit um ist, hüpfen wir alle schleunigst aus dem Wasser und gehen zum Frühstück. Alle fallen über das üppige Buffet her, alle bis auf eine. Denn Jing hat ihre Tupperbüchsen voll mit Nüssen, Leinsamen und Mandeln dabei.

Verwundert und neugierig fragt Marie: „Sag mal Jing, isst du irgendwann mal auch ungesund?“.

Jing: „Was meinst du mit ungesund?“.

Und dann ging es los…

Mary: „Na zum Beispiel so einen richtig fetten Burger?“. 

Jing nickt euphorisch: „Ja, vielleicht einen Seelachs Burger?“

Alle am Tisch: „Nein das zählt nicht!“

Marie: „Pommes?“

Jing: „Ja, aus Süßkartoffeln?“

Alle lachen: „Neeeeeein, hahahahahah!“

Isi: „Was ist mit Schokolade?“

Jing: „Ja, ich mag Schokolade.“

Marie: „Jetzt hier aber nicht so eine mit 70%-Kakaoanteil!“

Jing lächelt verlegen: „Doch, mindestens.“

Vanessa: „Und was ist mit Chips?“

Jing: „Ja, ich liebe Rote-Beete-Chips!“

Das zählte natürlich auch nicht. Zu ihrer Verteidigung ist zu sagen, dass ihr 2 Tage später nach hartem Überlege ihre Leidenschaft für Erdnussbutter einfiel. 🙂

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Nach dieser Unterhaltung begeben wir uns in die Sporthalle und beginnen mit der eigentlichen Arbeit. Und zwar neue Timeouts lernen. Erfolgreich schaffen wir in zwei Einheiten drei neue Tänze. Am Abend folgt der Part, der ein Trainingslager wirklich ausmacht. Einige entspannen sich in der Sauna, andere schauen gemeinsam Fernsehen oder quatschen einfach nur, und wieder andere von uns schlummern erschöpft schon tief und fest, von Pom-Poms und Rote-Beete-Chips träumend, in ihren Betten. So klingt unser erster Tag im Trainingslager ruhig und gemütlich aus.

Liebe Grüße und noch viel Spaß beim Verfolgen unserer nächsten Trainingstage wünschen euch Isi, Sandra, Josi, Mary und Amy! ❤

 

Jenny from the Block meets Cindy aus Marzahn! oder …..Der Sonntag im Trainingslager

 

Es ist 7:00 Uhr morgens und wir stehen in der Ballsporthalle 1 in Kienbaum….das ist nicht der Beginn eines fiesen quälenden Albtraumes, sondern müde Realität an Tag 3 unseres Trainingslagers! Heute gibt es einen etwas veränderten Trainingsplan, da sich der Tag komplett anders gestalten wird als die restlichen schweißtreibenden Tage!

1 Stunde bleibt Zeit, um die ersten 3/4 der neuen Choreographie in das schlaftrunkene Hirn und die lahmen Beine zu tanzen! Ok, jetzt das rechte Bein…huch, wieso bewegt sich aber mein linker Arm…und welcher Schritt kam jetzt? Und warum ist der mal wieder mit toten Fliegen bestückte Boden heute so wackelig? Nach so vielen Fragen war es auch schon Zeit für ein kurzes Frühstück! In der zweiten knappen Trainingseinheit von 9:30-10:30 Uhr arbeitete der Körper dann auch schon wie gewohnt und die Choreo konnte zu ende gebracht werden – ein neues Timeout war geboren und wartet darauf, euch präsentiert zu werden!

 

Der Grund für die sehr kurzen Trainingszeiten an diesem Tag war ein ganz besonderer Auftritt in Weimar! Wie jedes Jahr vergeht keines unserer Trainingslager ohne Heimspiel oder Auftritt zwischendurch, egal zu welchem Termin wir es ansetzen, irgendetwas schleicht sich immer dazwischen! Diesmal war es „Cindy aus Marzahn“, die uns für ihre neue Show „Schwarz-Rot-Pink“ nach Weimar einfahren ließ, wo ihr Bühnenprogramm am Abend aufgezeichnet werden sollte!

Darum stand für uns jetzt auf dem Plan, noch vor dem Mittagessen um 12:30 alles an Haaren und Make-up für diesen Auftritt vorzubereiten!

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Gesagt getan und so konnten wir am frühen Nachmittag eine unendlich lange Busfahrt nach Weimar antreten! Busfahrer Dieter fuhr den Wagen schon mal vor und unser kleiner „VIP-Shuttle“ – so stand es jedenfalls auf dem Gefährt – war bis auf den letzten Platz mit Tänzerinnen gefüllt!

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So zäh wie es bei der frühen Trainingseinheit voranging, so ging es nun auch auf den Straßen nach Weimar zu: Ferienstau und extra volle Straßen durch den Bahn-Streik schmissen unseren Zeitplan vollkommen durcheinander!

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Doch je kürzer die Abstände der aufgeregten Anrufe der TV-Show-Produzenten waren, umso näher rückten wir auch unserem Ziel. Uns empfing in Weimar ein Dutzend verantwortlicher Personen, deren sorgenvolle Gesichter nun sichtlich erleichterter aussahen – ganz so wie die Gesichter einiger Tänzerinnen nach einer zuvor eingelegten Not-Pinkelpause!

Jetzt ging es ganz schnell raus aus dem Bus – ab auf die Bühne! Fast so wie bei einem Heimspiel – plötzlich wird eine Auszeit angezeigt und los geht’s…noch war es aber nur eine kurze Probe, alle Tänzerinnen hatten Platz auf der knallpinken Bühne, der Tanz saß – zumindest beim zweiten Mal – und „Cindy aus Marzahn“ saß fröhlich vor uns und hatte ihren Spaß!

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Alle waren mit dem Durchlauf zufrieden und wir konnten uns in die Kostüme schmeißen und uns noch einmal frisch machen! Die Tore öffneten sich für das Publikum und wir hörten, wie die „Anheizer“ vor Show-Beginn die Menschenmassen schon ordentlich zum Lachen brachten! Nun kam die nette Chef-Hostess zu uns und rief „Mädels…“! Alle sprangen schon auf und wollten los, doch unser Elan wurde abrupt mit der Verkündung gestoppt, dass unser Auftritt sich fast um eine gute Stunde nach hinten verschieben sollte!

Noch ein kurzer Frisurcheck… sitzt 🙂

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Also wieder entspannen und noch ein paar alte Geschichten erzählen, über die man gemeinsam lachen konnte. So verging die Zeit dann doch ganz rasch und plötzlich stand man auf „Cindy’s“ Show-Bühne vor einem super gelaunten Publikum, die uns mit Beifall überhäuften noch bevor sich überhaupt ein Pom bewegt hatte…vielleicht hat die Crew im Hintergrund aber auch nur ein Applaus-Schild hochgehalten…;-)

Kienbaum cindy

Nach einem kurzen aber powervollen Tanz schritt Entertainerin „Cindy aus Marzahn“ durch unseren Spalier und fuhr mit ihrem Programm fort! Doch was hatten wir, die Alba-Dancers überhaupt mit Cindy’s Bühnenshow zu tun???? Anlass für den ganzen Auftritt war ein lustiger Bericht über ein Aufeinandertreffen der beiden Giganten Alba Berlin und „Cindy aus Marzahn“, auf den ihr euch schon einmal freuen könnt!

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Wir hatten unseren Spaß, doch konnten leider nicht länger bei Cindy bleiben oder Weimar genießen, da ein neuer vollgepackter Tag im Trainingslager schon auf uns wartete. Also hieß es Sachen packen und ab zurück nach Kienbaum! Tänzerin Jing schmetterte einen kurzen Rap in ihrem süßen Akzent hin und sorgte nochmals für ordentlich Stimmung im Bus, bei der sich keine von uns Mädels auf dem Sitz halten konnte (könnt ihr auf Instagram finden)!

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Die nächsten Stunden waren allerdings deutlich ruhiger und so verschlafen wie am morgen! Mit letzter Kraft schleppten wir uns auf unsere Zimmer und fielen geschafft aber mal wieder sehr glücklich gegen 2:00 morgens ins Bettchen!

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Rrrrriiing – eine letzte Nachricht von unserer Trainerin erreichte uns mit dem Ablaufplan für den morgigen Tag! Wenn ihr wissen wollt, was uns da erwartete, dann lest einfach weiter 🙂

von Jenny

Montag 20.10.2014 Alba Dancers Trainingslager Kienbaum (Hanna und Maggie)

Da wir in der Nacht zum Montag erst kurz nach 2 Uhr von unserem TV Auftritt bei Cindy zurück nach Kienbaum gekommen sind, hat uns Coach netterweise das erste Training für Montag gestrichen- hurra! Einzige Bedingung: jeder sollte den Vormittag für eine Lauf- oder Walkingeinheit nutzen. Hanna und ich haben uns also unseren Wecker ganz entspannt auf 10.30 Uhr gestellt, um mal richtig schön auszuschlafen. Tja, leider machte uns die Putzfrau einen Strich durch die Rechnung, als sie um 8.30 „nur den Müll wechseln wollte“, dabei allerdings auch noch die Stühle beim Ausfegen hin-und herrückte und obsessiv den Wasserhahn und die Klospülung betätigte. Nun ja, nach weiteren 2 Stunden und unruhigem Halbschlaf haben wir uns dann zum Joggen aufgerafft und sind eine schöne 5,5km Strecke durch den Wald gelaufen. Unsere Cool Down Phase haben wir am Seeufer verbracht und der Ausblick auf das herannahende Gewitter hat einen Moment der Ruhe in uns aufsteigen lassen-fast romantisch.

am see

Erster richtiger Termin an diesem Tag war also das Mittagessen. Da wir das Frühstück ausgelassen hatten, war die doppelte Portion Hähnchenschnitzel ratzeputz verspeist, natürlich mit anschließendem Schnitzelkoma. Dieses durfte allerdings nicht zu lange andauern, da die erste Choreo-Trainingseinheit um 14.30 Uhr anstand. Nach anfänglichen Konzentrationsproblemen, die von Annie und Jenny mit einer dramatischen „Hommage an die Fliege“- Choreo bewältigt wurden

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(Sorry Annie- Jenny bleibt ungeschlagene Lord oft he Flies!), haben wir noch 2 neue Tänze von Coach beigebracht bekommen. Davon eine im Urban Style zu einer meiner Lieblingsinterpretinnen, Ciara, und eine coole Old School HipHop Nummer.

Nach diesem erneut hohen Input für den Kopf hatten alle schon wieder Hunger und wir sind zum Abendessen geeilt. Bei diesem kam mir die Frage auf, da ich jeden Tag beim Buffet ordentlich zugelangt habe und sowohl zum Mittag als auch Abendbrot nie den Gurkensalat ausgelassen habe- kann man sich eventuell in eine Gurke verwandeln?

Ich war mir nicht sicher. Sicher war ich nur, dass eine baldige Rückkehr ins belebte, dreckige Berlin mir äußerst reizvoll erschien. Den weiteren Abend haben Hanna und ich weder mit Saunabesuchen, noch Bauer sucht Frau gucken, noch TicTacToe Karaoke singen verbracht, wie einige andere, sondern einfach mit langweilig früh ins Bett gehen – wir sind ja auch schon alte Hasen und brauchen unseren Schönheitsschlaf 😉

We’re out!

 

Und dann war er plötzlich da…Der letzte Tag!

Wie immer viel zu schnell, wenn man sich gerade so richtig eingelebt hat.

Klar war es auch anstrengend und man freut sich so langsam auf das eigene Bett,

aber schön war es eben auch. Mal alle auf einem Haufen,

intensiv, mehrere Tage am Stück zu erleben.

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Vor allem für uns Neue war das eine besondere Erfahrung.

Jetzt haben auch wir verstanden, was es bedeutet, Teil eines Teams zu sein.

Harte Arbeit und viel Schwei gemeinsam mit Girlpower ertragen.

Sich helfen und unterstützen um als Gruppe zu wachsen.

Wir haben gelernt, dass alle an einem Strang ziehen müssen, um am Ende eine ansehnliche Performance abliefern zu können.

Auch wenn wir nicht die Musketiere sind, die Alba Dancers stehen hinter diesem Statement!  „All for one“

In diesem Camp haben wir uns alle besser kennengelernt und sind ein Stück mehr zusammengewachsen, sodass aus unserem Team eine Einheit geworden ist.

Eine Einheit, die bereit ist zusammen durch dick und dünn zu gehen.

Aber alles hat eben ein Ende…

… und so geht es heute nach einem letzten gemeinsamen Training zurück nach Hause.

Im Gepäck : 7 neue Tänze,

wir können es kaum erwarten sie unserem Publikum zu präsentieren,

und unvergessliche Erinnerungen an

-das Trainingscamp der Alba Dancers 2014-

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