ALBA Dancers auf Tour de France

Maggies Bericht von den Auftritten der ALBA Dancers bei der französischen Finalserie 2015

Welch eine Ehre – kurz nach dem Euroleague Top 4 in Madrid, bei welchem uns als Gewinner des Efes Dance Contests die europäische Bühne des Basketballs bereitgestellt wurde, ereilte uns eine Anfrage aus dem Ausland: Die französische Basketball Liga LNB wollte uns für Episode 2 und 3 der Playoff Finalserie als Showact buchen. Das ließen wir uns natürlich nicht zweimal sagen und machten alles möglich, um dieses Event in unseren Zeitplan einzubauen. A propos Zeitplan…

Samstag, 13.06 Berlin – Paris – Straßburg

Tag der Anreise. Große Aufregung, Vorfreude aber auch Müdigkeit – Treffen um 5 Uhr am Flughafen Berlin Tegel.

Treffen zufällig Marco Banic am gleichen Abflugschalter, verrückt 🙂

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Angekommen in Paris, wurden wir von Nicolas & Nicolas, unseren persönlichen Chauffeuren und Assistenten, empfangen und auf eine erste Probe gestellt: Sie gaben vor, nur Französisch sprechen zu können, was uns aufgrund unserer doch etwas limitierten französischen Sprachkenntnisse leicht verunsicherte. Diese Aussage entpuppte sich allerdings als kleiner Scherz, sodass spätestens nach dem Vorschlag der Beiden, zum Mittagessen das Disney Village zu besuchen, die Verunsicherung über sprachliche Barrieren der Vergangenheit angehören sollte.

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Nach einer 5-stündigen Tour mit zwei Kleinbussen nach Straßburg, dem Austragungsort von Episode 2 der Finalserie zwischen dem Straßburg IG und dem CSP Limoges, checkten wir im Hilton Hotel ein und ließen uns bei einem abendlichen Spaziergang von den süßen Gassen und Fachwerkhäusern der Stadt verzaubern.

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Eine kurze Stellprobe und Besprechung für den kommenden Tag des Spiels rundeten den Abend ab.

Sonntag, 14.06. Straßburg

Gameday – juhuu! Vor dem Anpfiff um 17 Uhr hatten wir noch ausreichend Zeit für ein ordentliches Frühstück, Vorbereitung für Makeup und Haare und ein Training auf dem Feld der Rhénus Sport Arena. Als Ice Breaker mit den französischen Fans sollte unser Fahnen Timeout dienen: diesmal allerdings mit den am Vortag im Kostümshop organisierten französischen Nationalflaggen (Keine Angst- die Flaggen werden natürlich nicht auf dem Albaparkett verwendet, da wir sie als Sperrgepäck nicht zurück transportieren wollten). Dieses und unsere restlichen Timeouts und Präsenz am Spielfeldrand bei wahnsinnigen 37 Grad kamen beim Publikum sehr gut an. Man hatte das Gefühl, dass die Fans von ihren Spielen her solche Tanzeinlagen nicht kannten, da wir beim Fototermin nach dem Spiel, bei dem der Straßburg IG als Sieger hervorging, von allen Seiten Lob und „Mercis“ bekamen – ein gelungener Auftritt also.

Und ein tolles Wiedersehen mit alten Bekannten 😉

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image3 - Kopie

image4 - Kopieimage1Die verschwitzen Kalorien wurden nach dem Spiel wieder aufgefüllt in einem Restaurant, wo es Desserts umsonst zu jedem Essen gab – mal wieder ein super Vorschlag von unseren beiden Nicolas.

Montag, 15.06. Straßburg – Paris

Am Montag früh ging es zurück in die Hauptstadt, diesmal aber nicht, um nur den Flughafen zu besichtigen, sondern wir hatten zwei Tage zur freien Verfügung, denn das nächste Spiel fand erst am Donnerstag statt. Erstes Must Do: Kindheitsträume mit einem Besuch im Disneyland Paris erfüllen. Ob Star Trek Simulator oder verschiedene Achterbahnen fahren, die Parade bewundern oder Micky Maus umarmen (der ein Auge auf Toni geworfen hatte und sie gar nich mehr gehen lassen wollte), Popcorn und Zuckerwatte essen – es war wirklich wie man es sich vorgestellt hat – magic everywhere!

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Abends sind wir in unser Hotelbett gefallen, was etwas außerhalb der Stadt lag, aber mit der Metro sehr gut ans Zentrum angebunden war.

Dienstag, 16.06. Paris

Sightseeing ist auch Sport! Genau das haben wir am Dienstag zu spüren bekommen. Während sich einige auf den Weg in die vergoldeten Gemächer und Gärten von Versailles machten, haben andere einen Kilometermarsch durch das wundervolle Paris absolviert und kaum einen wichtigen Spot ausgelassen.

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Für die asiatischen Touristen waren wir wohl auch eine Attraktion – besonders Amy und Isi waren als blonde Fotomodelle für Selfies sehr gefragt. Zum Einbruch der Dunkelheit haben wir uns dann wieder alle an der Notre Dame Kathedrale getroffen und ließen uns von einer äußerst gelungenen Feuershow mitreißen – vielleicht auch mal etwas für ein Time Out? Nachdem wir dem beleuchteten Eifelturm noch Gute Nacht gesagt hatten, ging es zu später Stunde zurück in unsere Gemächer – wenn auch nicht so vergoldet wie das Versailler Schloss 😉 Übrigens – die ALBA Dancers sind jetzt auch an der Pont des Arts auf einem Schloss verewigt, vielleicht findet es ja jemand bei seinem nächsten Besuch wieder?!

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Mittwoch, 17.06. Paris – Limoges

Limoges? Wo ist das eigentlich? Viel wussten wir nicht über diese Stadt, außer, dass sie den erfolgreichsten Basketballclub Frankreichs beherbergt – den CSP Limoges. Und dass die Fans natürlich sehr stolz auf ihren Club sind und sehr energiegeladen und stimmungsvoll ihre Heimspiele begleiten, was für uns natürlich von Vorteil ist, solange man die Musik noch hört. Wieder begleitet von Nicolas und Nicolas kamen wir am Nachmittag in der Hauptstadt des Department Haute-Vienne, mit immerhin 136.000 Einwohnern, an und waren sehr überrascht von ihrem südfranzösischen Charme. Nach einem kleinen Training und Besprechung für das kommende Spiel am Donnerstag, suchten wir uns ein schönes Restaurant, eine typisch französische Brasserie, um in Vany‘s Geburtstag reinzufeiern.

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Auch wenn ihr Steak nicht wie ausdrücklich bestellt „well done“ war, sondern noch ziemlich blutig, hat sie sich sehr über unsere kleinen Geschenke, die wir heimlich in Paris besorgt hatten, gefreut und wir hatten einen wirklich tollen Abend zusammen.

Donnerstag, 18.06 Limoges

Gameday again! Aber zuerst machten wir nochmal in die historische Altstadt von Limoges unsicher, die sich auf einem kleinen Berg befand und einen schönen Ausblick auf den Ort bot. Ja, man kann schon sagen, dass die ALBA Dancers keine Kulturbanausen sind – sogar die Kathedrale Saint-Etienne haben wir uns von innen angeschaut. Nachmittags sind wir dann in die berüchtigte Arena zur Stellprobe gefahren, und haben uns wie in High School Musical gefühlt – die Halle hatte was von einem High School/College Film aus den 90ern – sogar mit echtem Holzparkett.

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Das Parkett haben wir natürlich gerockt beim Spiel um 21 Uhr, bei dem diesmal Limoges gewann und es damit 2:1 für sie in der Finalserie stand. Es schien, als seien wir die Glücksbringer für die heimischen Teams, je nachdem, wo wir getanzt haben. Hoffen wir mal, dass sich die Glückssträhne bis in die nächste ALBA-Saison halten wird – wir geben unser Bestes 🙂

Freitag, 19.06. Limoges – Paris – Berlin

Auch wenn wir gerne noch die zwei folgenden Spiele für die französische Liga bestritten hätten, haben wir uns schon sehr wieder auf unser Berlin gefreut. Der Weg sollte aber noch etwas dauern – direkt von der Arena fuhren wir kurz nach 0 Uhr los mit den Bussen – ab nach Paris zum Flughafen. Nach einem gemütlichen Nickerchen auf den Flughafensesseln, konnten wir um 7 Uhr einchecken und sind heil und gesund in Berlin gelandet. Diese Woche auf Tour de France war wirklich ein toller Abschluss einer tollen Saison für uns ALBA Dancers, die anscheinend auch international gut ankommen. Wir können stolz sein. Vive la France – und es lebe ALBA BERLIN!

Eure Maggie

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